Revolver rockt die Haßfurter Stadthalle

29
Jan
2019

Die Kultband begeisterte auch beim fünften Auftritt in Haßfurt und wurde von den Fans frenetisch gefeiert. Die Tanzfläche war die ganze Nacht lang gefüllt.

Sie rockte eine ganze Nacht lang die Stadthalle in Haßfurt: Die Kultband „Revolver“ war zum fünften Mal beim Kulturamt Haßfurt zu Gast und begeisterte 420 Besucher, die teils die ganze Nacht lang durchtanzten. Foto: Ulrike Langer

Sie ist Kult, sie ist nach wie vor äußerst beliebt und sie ist einfach spitze: die fränkische Band „Revolver“, die seit Jahrzehnten ihr Publikum mitreißt. Am Vorabend zu Christkönig zum fünften Mal beim Kulturamt Haßfurt live in der Stadthalle in Haßfurt zu Gast, gaben die neun Musiker wieder einmal alles für ihr Publikum und begeisterten es mit Rock- und Popmusik mit jazzigen, funkigen und souligen Elementen. Die 420 Gäste lauschten aber nicht nur gespannt der handgemachten Musik, sondern tanzten auch die ganze Nacht zu der Musik der 1970er und 80er Jahre.

„Wir sind eine Liebhaberband und wir verbeugen uns vor dem Musikgefühl früherer Zeiten“, erzählte Gründungsmitglied Dieter Roth (Gitarre, Vocals) vor dem Konzert. „Uns verbindet, obwohl wir alle aus ganz verschiedenen musikalischen Genres kommen, die Liebe zur echten handgemachten Musik!“

Dass die Band schon zum fünften Mal nach Haßfurt gekommen war, begründete Uwe Gaasch (Lead-Vocals, Percussion) mit folgenden Worten: „Es macht wahnsinnig Spaß, hier zu spielen. Denn die Stadthalle hat eine tolle Akustik und ist trotz ihrer Größe sehr heimelig, es klingt wie im Studio. Ich freue mich immer wieder, hier auftreten zu dürfen. Außerdem werden wir hier sowohl vom Kulturamt als auch von den Fans anerkannt.“

Mit großer Lust und Spielfreude

Insgesamt setzt sich die Band aus Live- und Studiomusikern, Musikproduzenten, Komponisten und Musikpädagogen zusammen, die sich mit großer Lust und Spielfreude dem guten alten handgemachten Groove, dem erdigen Rock und der Popmusik der 70er und 80er Jahre widmen. 1980 gegründet, zeichnet sich „Revolver“ nicht nur durch ebenso leidenschaftlich wie professionell spielende Musiker aus, sondern auch durch ihre besondere Besetzung: Neben Uwe Gaasch und Dieter Roth, Jürgen Kühnlein (Gitarre, Gesang), Friedel Amon (Keyboard, Vocals), Igl Schönwitz (Bass) und dem Youngster, dem 30-jährigen Drummer Matthias Bäuerlein, spielen seit 2013 auch drei Bläser in der Band. Gerhard Cäsar (Saxophon, Querflöte), Sebastian Strempel (Trompete) und Udo Schwendler (Posaune, Baritonsaxophon) haben der Band einen neuen, einzigartigen Sound verliehen. Sie alle sind mit „ihrer“ Musik und ihren Fans jung geblieben, strahlen Power aus und überzeugen durch ihr Können, ihre Spielfreude und ihre ausgefeilten Arrangements.

In Haßfurt zeigten sie wieder einmal, wie lebendig, kraftvoll und anspruchsvoll sie die Songs von Steve Winwood, Peter Gabriel, Sting, Phil Collins, Toto, Chicago, Tower of Power, Weather Report und anderen interpretieren und welch fantastischen Sound sie bieten können. Daneben liefen die Bläser, aber auch Dieter Roth, Igl Schönwitz und Matthias Bäuerlein gerade bei ihren Improvisationen zur Hochform auf.

Begeisterte Zuhörer

Zu den Gästen, die mit Applaus nicht sparten, zählte Karin Schulze aus Schorndorf, die aus Zell am Ebersberg stammt. „Ich höre Revolver seit meinem 16. Lebensjahr. Wenn ich sie höre, mache ich die Augen zu und fühle mich wie 18“, sagte sie begeistert. „Die Alterslosigkeit der Musiker und der Musik gefallen mir sehr. Revolver ist für mich eine Institution, ein Höhepunkt, mit dem jedes Jahr beginnt!“

Auch Klaus Heß aus Sylbach kennt die Band schon seit 30 Jahren. Er und seine Frau Beate hatten die Karten von ihren Kindern zu Weihnachten geschenkt bekommen. „Ich liebe die handgemachte Musik“, erzählte er. „Es ist einfach schön, immer wieder dieselben Leute bei den Konzerten zu treffen, den Sound zu hören und darauf zu tanzen.“

Weil die Musik gerade auch zum Tanzen einlud, war die Tanzfläche die ganze Nacht lang dicht gefüllt von Fans, die „ihre“ Band am Ende frenetisch feierten und sie erst nach einigen Zugaben bis zum nächsten Mal verabschiedeten.

Quelle: Fränkischer Tag 08.01.19
Autorin/Foto: Ulrike Langer