Kabarett rund um den Kriegsschauplatz Kopiergerät

15
Feb
2019

Kabarettistin Andrea Volk zeigte den Unterfranken, wo es im Büroalltag lang geht. Dabei erfuhr das Publikum auch, welche Bedeutung für Firmen ein Klettergarten hat.

Kabarettistin Andrea Volk zeigte am Wochenende den Unterfranken wo es im Büroalltag lang geht. Mit ihrem Programm „Feier-Abend! Büro und Bekloppte“ beschäftigte sie sich mit dem Überleben im Digitalen Wandel 4.0.

Petra Zirkler war überzeugt, dass sich die im Ruhrpott aufgewachsene Kabarettistin in Haßfurt etabliert, denn es stand ein Fragezeichen dazwischen. „Ruhrgebiet trifft auf Franken“. Zum ersten Mal präsentierte sich Andrea Volk im süddeutschen Raum und begeisterte mit deftiger Comedy, gemischt mit Satire.

Zuerst kam der Kaffee, den sie auf der Bühne in der Rathaushalle serviert bekam und dann der Büroalltag. Diesen bezeichnete sie als Krieg, aber „nicht bekloppt machen lassen“, das ist ihre Devise. Früher, so Volk, fand die Teambildung beim Kegeln statt. Heute ist es ein Aufeinandertreffen im Kletterpark, mit der kurzen Hose des Chefs, die gegen die Genfer Konvention verstoße. Aber wie praktiziere man den Digitalen Wandel im Büro, wenn das „Kompetenzteam“ aus mehr Nullen als Einsen bestehe. Es entstehe Krieg am Kopierer und Bio-Susanne hält vom Achtsamkeitstraining in der Teeküche mehr, als von der Arbeit im Büro. Dies gehe soweit, dass der Bürokratenterror Erich Honecker wieder auferstehen lasse. Es gebe mehr Meetings als die Zeit zum Denken, mehr Software als Lösungen und abgedrehte Kollegen, die bekloppt machen.

Den Gästen in der Rathaushalle kamen die Tränen vor Lachen und viele fühlten sich in das Büroleben hineinversetzt, durch Zustimmung mit großem Beifall zwischendurch und besonders am Ende des Kabarettabends, den auch Andrea Volk in Haßfurt genoss.

Quelle: MainPost 08.02.2019
Autorin/Foto: Elke Englert