Still sitzen nicht erlaubt

25
Jun
2019

Mitsingen, mitswingen und mittanzen – beim furiosen Start der Open-Air-Reihe „abendlicht“ des Kulkturamts Haßfurt live am Donnerstagabend war allles erlaubt, nur nicht still sitzen.

Mitsingen, mitswingen und mittanzen – beim furiosen Start der Open-Air-Reihe „abend.licht“ des Kulturamts Haßfurt live am Donnerstagabend war alles erlaubt, nur nicht stillzusitzen. Denn die Band „The Wonderfrolleins machte wieder einmal Party im Rathausinnenhof und auf dem Platz vor der Stadthalle. Für gute Laune sorgte natürlich auch der laue Sommerabend, an dem spezielle sommerliche Getränke und leckere Gaumenfreuden serviert wurden.

Seit einigen Jahren lädt das Kulturamt Haßfurt live zum Abschluss der Saison zu drei Open-Air Konzerten ein, bei denen der Eintritt frei ist. Und alljährlich ist der Zulauf riesig. Denn es laden nicht nur begeisternde Bands zum Zuhören und Tanzen ein. Auch das sommerliche Flair der Veranstaltungen und die Lichtershow am Abend faszinieren regelmäßig Jung und Alt. Stimmungsvoller kann man nicht in den Sommer starten!

Auch heuer heizten die Wonderfrolleins Andrea Paredes Montes (Leadgesang, Gitarre), Lexi Rumpel (Bass, Gesang) und Isabelle Bodenseh (Querflöte, Melodika, Percussion, Gesang) sowie Rainer Rumpel alias Don Giorgio am Schlagzeug den gut 800 Gästen wieder mächtig ein. Zwar ist die Zeit des Petticoats und des Rock ‚n‘ Roll längst vorbei, doch die Wonderfrolleins ließen sie wieder mit einem musikalischen Feuerwerk aufleben. „Endlich sind wir wieder in Haßfurt und wir werden eine Super-Stimmung machen“ hieß Andrea Paredes Montes das Publikum willkommen, die charmant durch den Abend führte. Mit unvergessenen Hits aus den 1950er und 1960er Jahren rissen die Wonderfrolleins die Gäste mit, die sich nicht lange zum Tanz bitten ließen und die ganze Nacht über rockten. Sie sangen lauthals „Schuld war nur der Bossa Nova“, tanzten zum einzigen Sirtaki des Abends „Ein Schiff wird kommen“, schwangen begeistert die Hüften und ihre Petticoats zu „Let’s twist again“ und schunkelten freudig zu „That’s Amore“. Weitere Hits und Schlager, von „Rote Lippen soll man küssen“ über „Schöner fremder Mann“ bis hin zu „Liebeskummer lohnt sich nicht“, „Marina“, „Heißer Sand“, „Let’s have a Party“, „Memorys of Heidelberg“ oder „Volare“, folgten und versprühten den Charme vergangener Tage. Während Andrea mit ihrer ausdrucksstarken Stimme und ihrem Temperament begeisterte, Lexi groovende Basslinien beisteuerte und Don Giorgio mit flotten Rhythmen am Schlagzeug aufwartete, faszinierte Isabelle mit ihren Soli an der Querflöte und Melodika. Von Anfang war herrschte eine fröhliche Stimmung auf dem Platz, der mit wechselnden Lichtspielen beleuchtet wurde. Zwei, drei Tropfen Regen am Beginn sorgten schließlich selbst für einen strahlenden Regenbogen über der Szenerie, um schließlich der heißen Atmosphäre zu weichen.

„Das ist eine gigantische Veranstaltung“, schwärmte Sonja Schrüpfer, die mit ihrem Mann und Freunden aus Wimmelbach bei Forchheim angereist war. „Die Leute gehen alle voll mit der Musik mit und jede Altersgruppe, vom Kleinkind bis zur Uroma, ist vertreten“, so die begeisterte Zuhörerin, die besonders von den Wonderfrolleins fasziniert war und zudem das romantische Ambiente lobte. Auch Christina Düring aus Sand fand das Open-Air-Konzert sehr schön. „Das ist mal eine andere Musik und alle sind gut drauf und tanzen voller Freude“, so ihr Fazit. Irmgard Schlereth aus Hammelburg war bereits zum zweiten Mal zu Gast und betonte: „Ich komme immer wieder gerne hierher, wenn die Wonderfrolleins auftreten, denn sie sind erfrischend, machen eine tolle Stimmung und spielen genau meine Musik!“

Am heutigen Samstag ab 20 Uhr spielt zum Abschluss die Band „Souled Out“ Rock- und Soul-Klassiker.

Quelle: Fränkischer Tag 21.06.2019

Autorin/Foto: Ulrike Langer