Musikalisch einzigartig

25
Okt
2019

Die Band Maybebop sangen in der Stadthalle “ a cappella“

Haßfurt (ee) Vier einzigartige Typen an Mikrofonen, zauberten ein Feuerwerk an Musikalität in die Stadthalle. „Maybebop“ setzten mit ihren Stimmen und dem Licht- und Sounddesign Maßstäbe und dies mit Leidenschaft und Freude auf höchstem Niveau.

Bei „Maybebop“ ist alles mundgemacht und jede Stimme zählt, denn Oliver Gies, Lukas Teske, Christoph Hiller und Jan Bürger machen „a cappella“. Für die vielen Zuhörer war es der „Wahnsinn“ mit einem Unterhaltungswert, der sich im Laufe des Konzertes immer mehr steigerte.

Mit ihrem neuen Programm „Ziel:los!“, dass sie auf Einladung des Kulturamtes Haßfurt präsentierten, treten sie nicht auf der Stelle, sondern wagen sich teils humorvoll, aber auch kritisch an aktuelle Themen heran. Sie ziehen Position, ob Fremdenhass, Klimawandel oder Politik, dabei treffen sie zu jedem Thema den Nerv der Zeit. Es waren aber auch die netten kleinen musikalischen Gesten an Friseurinnen oder an eine Klavierlehrerin, die sie auf die Schippe nahmen. Mit dem Geplänkel untereinander, dass sie selbst als ziellos bezeichnen und sich dabei selbst belächeln, fügen sie das Publikum mit ein. Dies auch bei einem kleinen Wortspielchen auf der Bühne, bei dem es für zwei Gäste eine CD zugewinnen gab, oder mit der Polonaise durch die Stadthalle.

Zu den Herausforderungen der Vier gehören auch traurig schöne Lieder. Fast zum Weinen brachten sie ihre Fans mit dem Song „Verinnerung“, der über das Verblassen der Erinnerung erzählt und zum Nachdenken anregte. Zu den leiseren Tönen gehörten auch „Ave Maria“ und „Kein schöner Land“, beides in ihrer eigenen Version. Gänsehaut bei den Zuhörern und völlige Ruhe im Saal, nur die Lieder zählten und hallten lange nach, bevor der Applaus folgte. Dieser ließ nicht nach, bevor am Ende des Konzertes, die Zugaben erfolgten.

Quelle: Fränkischer Tag 23.10.2019

Autorin/Foto: Elke Englert